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Mehr Google-Bewertungen: QR-Code, Aufsteller und der richtige Moment

Link und QR-Code für Bewertungen erstellt dir Google kostenlos. Ob daraus Bewertungen werden, entscheiden drei Details — wo der Code steht, was daneben steht und wann jemand fragt.

Der Gast sagt beim Gehen „wirklich schön war's", zahlt und ist weg. Auf Google steht davon nichts — da steht die Drei-Sterne-Bewertung von vorletzter Woche.

Genau für diese Lücke gibt es den Bewertungslink: ein QR-Code für deine Google-Bewertungen am Tresen, ein Satz beim Verabschieden, und zwei Minuten später steht die Bewertung. Die Werkzeuge dafür kosten nichts, Google stellt sie selbst bereit. Was über fünf Scans pro Woche oder gar keine entscheidet: der richtige Platz, ein Satz daneben, und jemand, der fragt, solange der Gast noch im Raum ist.

Kurz gesagt: Den Bewertungslink samt QR-Code erstellt Google kostenlos im Unternehmensprofil, über „Rezensionen lesen" und „Mehr Rezensionen erhalten". Du darfst ihn auf Aufsteller, Rechnungen und Karten drucken und jeden Gast um eine Bewertung bitten. Verboten sind Anreize und die Bitte um fünf Sterne. Den Unterschied macht der Moment: fragen, solange die Erfahrung frisch ist.

Den QR-Code für Google-Bewertungen erstellst du direkt bei Google

Du brauchst dafür keinen Generator und kein Abo. Der Code kommt aus deinem eigenen Unternehmensprofil:

  • Suche in der Google-Suche nach deinem Betrieb, während du mit dem Konto angemeldet bist, das das Profil verwaltet.
  • Öffne „Rezensionen lesen" und dann „Mehr Rezensionen erhalten".
  • Dort steht dein Bewertungslink (ein kurzer Google-Link) zum Kopieren, daneben der fertige QR-Code. Rechtsklick, „Bild speichern unter", fertig.

Beide führen an dieselbe Stelle: direkt ins Bewertungsfenster deines Profils, ohne dass der Gast dich erst suchen muss. Die Schritte beschreibt Google in der Hilfe zum Bewertungslink und QR-Code. Eine Einschränkung nennt Google dort auch: Der QR-Code lässt sich derzeit nur im Browser am Computer erzeugen, nicht am Handy.

Zwei Handgriffe vor dem Druck lohnen sich. Erstens: den Code mit zwei oder drei verschiedenen Handys testen, aus der Entfernung, in der er später hängt. Zweitens, wenn du größere Mengen druckst: Leg den Link auf eine Adresse deiner eigenen Website, etwa dein-lokal.de/bewertung, und leite von dort auf den Google-Link weiter. Ändert sich der Link irgendwann, tauschst du die Weiterleitung und nicht dreihundert gedruckte Karten. Das richtet dir ein, wer deine Website pflegt — fünf Minuten Arbeit.

Aufsteller: gekauft oder selbst gedruckt — worauf es ankommt

Fertige Aufsteller mit QR-Code und NFC-Chip kosten zwischen etwa 30 und 60 Euro; Druckereien wie Flyeralarm bieten sie an, dazu Dutzende Shops. Die Geräte funktionieren, und NFC ist ein netter Zusatz: Handy dranhalten statt scannen. Nötig ist beides nicht. Ein selbst gedruckter Code auf festem Papier tut dasselbe, wenn drei Dinge stimmen.

Der Code muss aus der Entfernung scanbar sein, in der er tatsächlich steht: Auf dem Tisch reicht Streichholzschachtel-Größe, am Eingang nicht. Er gehört dorthin, wo gewartet oder gezahlt wird — an den Tresen, die Kasse, den Empfang, ins Wartezimmer, auf die Rechnung oder den Kassenbon. Ein Code im Flur, an dem alle vorbeilaufen, wird nicht gescannt. Und er braucht einen Satz dazu: „Zwei Minuten Zeit? Wir freuen uns über deine Bewertung." Der Code allein erklärt sich nicht, der Satz daneben ist die halbe Bitte.

Bei gekauften Aufstellern lohnt ein Blick auf den vorgedruckten Text. Viele werben mit fünf aufgedruckten Sternen oder „Bewerte uns mit 5 Sternen!". Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Richtlinienverstoß; dazu gleich mehr.

Der richtige Moment schlägt jeden Aufsteller

Der häufigste Irrtum beim Thema ist, dass der Aufsteller die Arbeit macht. Macht er nicht. Ein Schild wird überlesen; was wirkt, ist ein Mensch, der die Bitte ausspricht, solange die Erfahrung frisch ist.

Dieser Moment hat in jedem Betrieb einen anderen Namen, aber er liegt immer am Ende des Kontakts. Im Lokal ist es die Rechnung: „Wenn's Ihnen gefallen hat: Am Tresen steht ein QR-Code, das dauert zwei Minuten." In der Praxis ist es die Anmeldung beim Verabschieden, nicht das Behandlungszimmer. Im Handwerk die Abnahme, solange du noch vor Ort stehst; die Mail drei Wochen später bringt fast nichts mehr. Und im Salon der Moment beim Zahlen, wenn das Ergebnis buchstäblich im Spiegel daneben steht.

Google selbst empfiehlt genau das: Kunden aktiv bitten und ans Bewerten erinnern, per Link oder QR-Code, nachzulesen in den Tipps für mehr Rezensionen. Eine Grenze, wie oft du fragen darfst, nennt Google nicht. Was es braucht, ist ein fester Platz im Ablauf: immer derselbe Moment, immer derselbe Satz. Eine Routine überlebt den vollen Laden, ein guter Vorsatz nicht.

Was nicht auf den Aufsteller gehört

Drei Dinge machen aus der erlaubten Bitte einen Verstoß gegen Googles Richtlinien. Alle drei stehen auf realen Aufstellern, die man heute kaufen kann:

  • Eine Gegenleistung. „Bewertung zeigen, Espresso gratis" zählt bei Google als gefälschte Interaktion. Untersagt ist laut Richtlinien: „Anreize bieten, etwa Zahlungen, Rabatte, kostenlose Produkte und/oder Dienstleistungen". Das gilt auch, wenn der Espresso nicht an fünf Sterne geknüpft ist.
  • Die Bitte um fünf Sterne. Derselbe Richtlinienpunkt untersagt, „Kunden gezielt um positive Rezensionen bitten". Die Formulierung auf dem Aufsteller bittet um eine Bewertung, nicht um eine gute.
  • Der Code nur für die Zufriedenen. Verboten ist auch, „negative Rezensionen [zu] verhindern oder [zu] verbieten": Wer den QR-Code gezielt nur den strahlenden Gästen hinstellt oder Unzufriedene vorher aussortiert, betreibt Review-Gating.

Die saubere Variante ist unspektakulär: ein Code für alle, eine neutrale Bitte, keine Belohnung. Sie ist auch die stabilere. Gekaufte und belohnte Bewertungen klingen gekauft, und die Portale erkennen Muster.

Aus dem Scan eine Routine machen

Wenn Link, Aufsteller und Moment stehen, bleibt der Teil, an dem die meisten Anläufe einschlafen: dranbleiben und mitbekommen, was ankommt.

Leg fest, wer fragt — im Zweifel die Person, die kassiert. Zähl in Stück, nicht in Sternen: „Fünf neue Bewertungen pro Woche" ist eine Aufgabe, die jemand im Blick behalten kann. Einmal pro Woche eine Minute draufschauen reicht. Und steht drei Wochen lang eine Null da, liegt es fast immer am Moment, nicht am Code; dann wandert der Aufsteller einen Meter weiter oder die Bitte an eine andere Stelle im Ablauf.

Dann: lesen, was hereinkommt. Unter den neuen Bewertungen wird auch mal eine schlechte sein; das ist bei ehrlichem Fragen unvermeidlich. Wichtig ist nur, dass sie nicht liegen bleibt: Eine ruhige, sachliche Antwort darunter liest jeder mit, der später auf dein Profil kommt.

Wenn du wissen willst, wo dein Profil heute steht, bevor du den ersten Aufsteller bestellst: Der kostenlose Bewertungs-Check prüft bis zu 50 deiner neuesten Bewertungen gegen die Richtlinien der Portale und schickt dir das Ergebnis per E-Mail. Ohne Konto. Und du weißt danach, ob du erst aufräumen oder gleich sammeln solltest.