Zum Inhalt springen
Neu: Kostenloser Bewertungs-Check — Ergebnis per E-Mail.Check starten
WhatTheySay
Alle Beiträge

Google Unternehmensprofil für Restaurants: Das Ranking-Playbook

Google sortiert die Karte nach Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Zwei davon kannst du beeinflussen: mit Kategorie, Fotos, Speisekarte und dem Umgang mit Bewertungen.

Dienstag, 12:40. Drei Straßen weiter steht jemand mit Hunger vor dem Handy und tippt „italiener in der nähe". Google zeigt drei Lokale auf der Karte. Deins ist nicht dabei, obwohl es näher liegt als zwei der Treffer.

Woran das liegt, ist kein Geheimnis. Google beschreibt selbst, wonach die lokale Suche sortiert, und viele Restaurantprofile lassen genau dort Punkte liegen: eine zu grobe Kategorie, veraltete Öffnungszeiten, keine eigenen Fotos, unbeantwortete Bewertungen. Wer sein Google Unternehmensprofil optimieren will, braucht keinen Trick und keine Agentur, sondern zwei Stunden und einen Plan.

Kurz gesagt: Google sortiert lokale Treffer nach Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Kaufen lässt sich das Ranking nicht. Beeinflussen schon: mit einem vollständigen Profil, der passenden Kategorie, aktuellen Öffnungszeiten, eigenen Fotos und dem laufenden Umgang mit Bewertungen. Die Wirkung zeigt sich über Wochen, nicht über Nacht.

Wonach Google die Karte sortiert

Google nennt in der eigenen Hilfe drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Relevanz heißt: Wie gut passt dein Profil zu dem, was jemand sucht? Entfernung ist der Weg zwischen deinem Lokal und dem Suchenden. Beliebtheit meint dabei weniger Sympathie als Bekanntheit — wie präsent dein Betrieb insgesamt ist, online wie offline, in Rezensionen und auf anderen Websites.

An der Entfernung kannst du nichts ändern; umziehen ist keine Ranking-Maßnahme. Die anderen beiden Faktoren bestehen aus lauter Dingen, die du selbst einträgst oder pflegst. Zwei von drei Hebeln liegen also bei dir.

Einen vierten Hebel gibt es nicht. Google schreibt wörtlich: „Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung." Wenn dir jemand Platz 1 in der Karte verkauft, verkauft er etwas, das er nicht liefern kann.

Google Unternehmensprofil optimieren: Kategorie, Name, Öffnungszeiten

Relevanz entsteht zuerst über die Unternehmenskategorie. Googles Regel dafür steht in den Richtlinien zur Präsentation deines Unternehmens: Kategorien beschreiben, was dein Betrieb ist, nicht was er anbietet. Ein Lieferdienst wählt „Pizzalieferdienst", nicht „Restaurant". Und je genauer, desto besser: „Italienisches Restaurant" schlägt „Restaurant", wenn es stimmt. Verwandte Oberkategorien ergänzt Google automatisch.

Beim Namen gilt: Der Profilname ist dein Name, wie er über der Tür steht. „Trattoria Rossi", nicht „Trattoria Rossi | Bester Italiener + Pizza Lieferservice". Zusätze wie Slogans, Orte oder Angebote sind laut denselben Richtlinien nicht erlaubt: „Es ist nicht erlaubt, dem Namen eines Unternehmens unnötige Informationen hinzuzufügen." Der vollgestopfte Name wirkt wie ein Ranking-Trick, ist aber ein meldbarer Verstoß. Auch Mitbewerber können ihn melden.

Der Rest der Basis ist schnell erledigt und wird trotzdem oft vergessen:

  • Profil bestätigen, falls noch nicht geschehen. Erst die Bestätigung sagt Google, dass du den Betrieb wirklich vertrittst.
  • Öffnungszeiten aktuell halten, auch an Feiertagen und für Betriebsferien. Für Lieferservice und Abholung gibt es eigene „weitere Öffnungszeiten".
  • Adresse, Telefonnummer und Details wie Parkplätze oder Außenbereich vollständig eintragen. Google empfiehlt ausdrücklich vollständige Angaben, weil sie es leichter machen, dein Profil der passenden Suche zuzuordnen.

Das Restaurant-Extra: Speisekarte, Attribute, eigene Fotos

Für Restaurants kann das Profil deutlich mehr als Adresse und Zeiten: eine Speisekarte über den Menüeditor, Attribute, Reservierungen, Beiträge für Angebote und Veranstaltungen.

Warum das aufs Ranking wirkt, ist wieder die Relevanz. Wer „vegan essen" oder „restaurant mit terrasse" sucht, kann nur gefunden werden, wenn das Profil diese Information hergibt. Die Speisekarte beantwortet die Gerichte-Suche, die Attribute beantworten alles andere: Außenbereich, vegetarische Optionen, Hunde erlaubt, barrierefrei. Jedes leere Feld ist eine Suche, bei der du nicht auftauchst.

Bei Fotos zählt eigenes Material: Gerichte, Gastraum, Terrasse, Team. Google führt Fotos und Videos selbst als Empfehlung für ein besseres Profil. Es braucht keinen Fotografen; ein Handy bei Tageslicht reicht, wenn die Bilder aktuell sind. Das Schnitzel-Foto von 2019 mit der alten Einrichtung erfüllt den Zweck nicht mehr, denn Gäste vergleichen, was sie sehen, mit dem, was kommt.

Mit Beiträgen zeigst du Wochenkarte, Veranstaltungen oder Saisonales direkt im Profil. Konkret sieht das so aus: „Ab Freitag: Pfifferlinge. Drei Gerichte, solange der Wald liefert." Wer so etwas regelmäßig postet, beantwortet die Frage „gibt es die noch?", bevor ein Gast sie stellen muss.

Bewertungen: der Hebel, der nie fertig ist

Beliebtheit speist sich zu einem großen Teil aus Rezensionen. Google formuliert es selbst so: „Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen Ihr Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking in lokalen Suchergebnissen ausfallen."

Das heißt konkret zweierlei. Erstens: antworten, auch auf die unangenehmen. Die Ein-Stern-Wertung über die „lieblose Küche" tut weh, keine Frage. Fürs Profil zählt, dass darunter eine ruhige, konkrete Antwort steht, denn die nächsten hundert Leser sehen beides. Der erste Satz darf schlicht sein: „Danke für die offene Rückmeldung. Dass die Küche an dem Abend nicht überzeugt hat, ärgert uns selbst." Danach ein Satz, was du geändert hast, und ein Angebot, es noch einmal zu versuchen. Keine Rechtfertigung, keine Diskussion über den Ablauf des Abends. Für die Situationen, die immer wiederkommen, haben wir fünfzehn ausformulierte Antworten aufgeschrieben.

Manche Bewertungen musst du gar nicht beantworten, sondern melden: die vom Mitbewerber, die vom Gast, der nie da war, die mit dem Klarnamen deiner Servicekraft. Welche davon echte Aussicht auf Erfolg haben, steht in unserer Anleitung zum Löschen-Lassen von Google-Bewertungen.

Zweitens: laufend neue, echte Bewertungen dazugewinnen. Eine Handvoll Rezensionen aus 2023 trägt kein Ranking; ein stetiger Strom aktueller Bewertungen schon eher. Wie du danach fragst, ohne aufdringlich zu werden, steht in unserem Beitrag über QR-Code, Aufsteller und den richtigen Moment.

Zwei Wege sind tabu, so verlockend sie klingen: Bewertungen kaufen oder belohnen und nur zufriedene Gäste zum Bewertungslink leiten. Googles Richtlinien verbieten beides ausdrücklich — Anreize ebenso wie „Kunden gezielt um positive Rezensionen bitten". Der zweite Weg heißt Review-Gating und ist der häufigere Fehler: Der Link zu deinem Profil muss für alle erreichbar bleiben, nicht nur für die, die vorher „zufrieden" angeklickt haben.

Woran du merkst, dass es wirkt

Ranking-Arbeit am Profil ist keine Wette ins Blaue, aber sie braucht Geduld. Google berechnet die Reihenfolge aus vielen Signalen neu; eine korrigierte Kategorie oder zehn neue Fotos verschieben nichts am selben Abend. Rechne in Wochen und schau nicht täglich nach. Das macht nur nervös und ändert nichts.

Was du stattdessen ansehen kannst, liefert das Profil selbst: Im Restaurant-Bereich deines Profils siehst du, über welche Suchanfragen Menschen dein Lokal gefunden haben, wie oft die Speisekarte angeklickt wurde und wie viele Buchungen daraus wurden. Die Suchanfragen-Liste ist dabei der ehrlichste Spiegel: Tauchen dort „terrasse", „vegan" oder dein Stadtteil auf, greift die Relevanz-Arbeit. Fehlt eine Suche, mit der du gefunden werden willst, fehlt im Profil vermutlich die Information dazu.

Dein Zwei-Stunden-Plan für diese Woche

Der Weg vom unsichtbaren zum sichtbaren Profil ist unspektakulär, und genau deshalb funktioniert er. Zum Abhaken:

  • Heute, 30 Minuten: Profil bestätigt? Kategorie so spezifisch wie möglich („Italienisches Restaurant", nicht „Restaurant"). Name ohne Zusätze. Öffnungszeiten aktuell, inklusive Feiertage und Betriebsferien.
  • Diese Woche, 90 Minuten: zehn eigene Fotos hochladen (Gerichte, Gastraum, Terrasse). Speisekarte in den Menüeditor einpflegen. Attribute setzen, soweit sie zutreffen: Außenbereich, vegetarische Optionen, Hunde erlaubt, barrierefrei.
  • Ab jetzt, laufend: jede neue Bewertung beantworten. Nach dem Service um echte Bewertungen bitten. Einmal im Monat in die Suchanfragen-Liste schauen.

Für den laufenden Teil musst du nicht jeden Morgen selbst nachsehen. WhatTheySay beobachtet deine Bewertungen auf Google, Tripadvisor, Trustpilot und Yelp und meldet sich, wenn etwas Neues kommt. Und wenn du wissen willst, wie dein Bestand dasteht: Der kostenlose Bewertungs-Check prüft bis zu 50 deiner neuesten Bewertungen und schickt dir das Ergebnis per E-Mail. Ohne Konto, ohne Kreditkarte.

Was steht eigentlich in deinen Bewertungen?

Der Bewertungs-Check prüft je Portal deine neuesten bis zu 50 Bewertungen gegen die Richtlinien der Portale und schickt dir das Ergebnis per E-Mail. Kostenlos, ohne Konto, kein Verkaufsgespräch.